Lagebild
Δ SEIT LETZTEM LAUFDie dreissigjährige US-Rendite stieg am 29.09. bis auf rund 5,62 Prozent (höchster Stand seit 2002), die zehnjährige auf ein neues Hoch seit 2007 von rund 5,26 bis 5,3 Prozent. Gegenläufig schloss Brent (Novemberkontrakt) nach dem Frühanstieg 2,6 Prozent tiefer bei 102,59 Dollar, und nach Williams' Aussage «keine Dringlichkeit» sank die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Oktober-Erhöhung von rund 70 auf rund 50 Prozent. Neu ist der Einbruch des Conference-Board-Verbrauchervertrauens auf 81,9, den tiefsten Stand seit 2014, sowie ein Rückgang der offenen Stellen.
Am langen Ende der amerikanischen Kurve hat der Druck am 29.09.2026 weiter zugenommen: Die dreissigjährige Rendite stieg bis auf rund 5,62 Prozent, den höchsten Stand seit 2002, die zehnjährige auf ein neues Hoch seit 2007 von rund 5,26 bis 5,3 Prozent, während die zweijährige mit rund 4,95 Prozent kaum verändert blieb. Entlastung kam vom Ölpreis und von der Fed: Der auslaufende Brent-Novemberkontrakt schloss 2,6 Prozent tiefer bei 102,59 Dollar, nachdem Saudi-Arabien die Ost-West-Pipeline wieder in Betrieb nahm und amerikanische und iranische Vertreter verhandelten, und New-York-Fed-Präsident Williams sah «keine Dringlichkeit» für eine weitere Erhöhung, worauf die am Terminmarkt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Oktober-Erhöhung von rund 70 auf rund 50 Prozent fiel. Zugleich fiel das Verbrauchervertrauen des Conference Board auf den tiefsten Stand seit 2014, und die offenen Stellen gingen zurück. Die zehnjährige japanische Rendite liegt am 30.09. bei rund 3,10 Prozent; ein neuer amtlicher Deviseneingriff, eine gescheiterte Auktion, ein Ausfall eines systemrelevanten Instituts oder eine Herabstufung der Vereinigten Staaten liegen nicht vor.
Befunde 6
BELEGTDie dreissigjährige amerikanische Rendite stieg am 29.09.2026 bis auf rund 5,62 Prozent, den höchsten Stand seit 2002; die zehnjährige erreichte mit rund 5,26 bis 5,3 Prozent (je nach Erfassungszeitpunkt) ein neues Hoch seit 2007, die zweijährige lag mit rund 4,95 Prozent rund 1 Basispunkt höher. Die Kurve steilt sich damit am langen Ende weiter auf, obwohl Ölpreis und kurzfristige Zinserwartungen nachgaben. (CNBC; Yahoo Finance)
BELEGTDer auslaufende Brent-Novemberkontrakt schloss am 29.09.2026 um 2,6 Prozent tiefer bei 102,59 Dollar je Fass, der aktivere Dezemberkontrakt um 1,7 Prozent tiefer bei 96,16 Dollar, WTI um 3,5 Prozent tiefer bei 89,38 Dollar; der Anstieg im frühen Handel auf rund 107 Dollar hat sich damit umgekehrt. Genannte Gründe sind die Wiederinbetriebnahme der saudischen Ost-West-Pipeline, gestiegene Durchfahrten durch die Strasse von Hormus, ein amerikanisch-iranisches Treffen mit Vermittlern sowie eine Freigabe von bis zu 40 Millionen Fass aus der strategischen Reserve; Präsident Trump stellte eine Einigung erst nach den Zwischenwahlen in Aussicht. Die Angaben zu höheren Preisen in anderen Quellen beziehen sich auf abweichende Kontrakte oder Zeitpunkte. Der Vorgang gehört zugleich in die Kategorie zum Nahen Osten. (Rigzone (Bloomberg-Daten); investingLive; Yahoo Finance)
BELEGTNew-York-Fed-Präsident John Williams sagte am 29.09.2026, nach der Erhöhung im September bestehe «keine Dringlichkeit», man habe Zeit, weitere Informationen zu sammeln; eine weitere Erhöhung «spät in diesem Jahr» könne angemessen sein. Gouverneur Barr (weitere Anpassungen wahrscheinlich nötig) und Chicago-Fed-Präsident Goolsbee (Inflation über Ziel seit 5,5 Jahren sei «ein Spiel mit dem Feuer») äusserten sich am selben Tag restriktiver, das Dissens-Muster verläuft damit entlang der Frage des Zeitpunkts, nicht der Richtung. Die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Oktober-Erhöhung fiel nach CNBC und Yahoo Finance von rund 70 auf rund 49 bis 50 Prozent; investingLive nennt nach den Äusserungen noch rund zwei Drittel, die Angaben weichen also je nach Zeitpunkt ab. (Reuters (via U.S. News); CNBC; Yahoo Finance; investingLive)
BELEGTDas Verbrauchervertrauen des Conference Board fiel im September 2026 auf 81,9 nach 88,6 im August, den tiefsten Stand seit 2014; der Erwartungsindex lag bei 63,6 statt der erwarteten 68,5. Die offenen Stellen sanken im August auf rund 7,10 Millionen (erwartet rund 7,23 Millionen). Das sind Frühindikatoren einer Abkühlung, die dem bisherigen Bild starker Konjunkturdaten entgegenlaufen. (Conference Board und Bureau of Labor Statistics, referiert bei Yahoo Finance)
BELEGTDie zehnjährige japanische Rendite liegt am 30.09.2026 bei rund 3,10 Prozent, rund 1 Basispunkt über dem Vortag und weiterhin auf dem höchsten Stand seit 1996. Ein neuer amtlicher Deviseneingriff ist nicht belegt; Finanzministerin Katayama erklärte am 24.09., die Grundsätze der gemeinsamen japanisch-amerikanischen Intervention vom 31.07. (rund 8,45 Billionen Yen) blieben in Kraft. Die Monatsdaten des Finanzministeriums für September wurden noch nicht gefunden. (Trading Economics; Reuters (via U.S. News); japanisches Finanzministerium)
BELEGTIm Privatkreditgeschäft ist seit dem letzten Snapshot kein neuer Fall gefunden; für das dritte Quartal bleiben die Rücknahmebegrenzungen auf 5 Prozent bei den Flaggschifffonds von Blackstone (rund 10 Prozent beantragt), Apollo (rund 14,7 Prozent), Ares (rund 13,1 Prozent) und BlackRock (rund 11,5 Prozent) bestehen, bei leicht rückläufigen Anträgen. Die Angaben stammen aus Einreichungen der Fondsbetreiber, die ein Eigeninteresse an der Darstellung ihrer Liquiditätslage haben. (Bloomberg; Blackstone Private Credit Fund (SEC-Einreichung vom 03.09.2026))