Die langen Renditen in den Vereinigten Staaten und Japan haben seit dem letzten Snapshot weitere Mehrjahrzehnthochs erreicht, die Siebenjahresauktion war erneut unterdurchschnittlich und der Ölpreis ist deutlich gestiegen, wobei das Tempo gegenüber dem 23.09. nachgelassen hat.
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Befunde 6
BELEGTDie Auktion siebenjähriger amerikanischer Staatsanleihen vom 24.09.2026 über 44 Milliarden Dollar ergab eine Höchstrendite von 5,085 Prozent, den höchsten Satz seit April 1993, bei einem vorbörslichen Handelsniveau von 5,078 Prozent (Abstand 0,7 Basispunkte nach durchschnittlich 0,2), einem Bid-to-Cover-Verhältnis von 2,42 nach 2,49 im Durchschnitt und einem Anteil indirekter Bieter von 57,2 nach 64,6 Prozent im Durchschnitt; direkte Bieter nahmen mit 30,3 Prozent überdurchschnittlich viel ab. Die Auktion ist vollständig zugeteilt und damit nicht gescheitert. (US-Finanzministerium (Auktionsergebnis), referiert bei investingLive und MarketScreener)
BELEGTAm 24.09.2026 hielt sich die zehnjährige amerikanische Rendite bei rund 5,11 bis 5,14 Prozent, die dreissigjährige erreichte ein Tageshoch von rund 5,50 Prozent, den höchsten Stand seit Juni 2004, und schloss nach Yahoo Finance bei rund 5,43 Prozent. Der durchschnittliche dreissigjährige Hypothekarzins stieg um 11 Basispunkte auf 7,37 Prozent, den höchsten Stand seit Mai 2024. Die Aktienindizes schlossen etwa unverändert (Dow Jones minus 0,3 Prozent). Die Angabe von Trading Economics, die zehnjährige Rendite liege am 25.09. im asiatischen Handel knapp unter 5,2 Prozent, ist bisher nur von dieser Quelle belegt. (CNBC; Bloomberg; Yahoo Finance; Trading Economics)
BELEGTDas Konjunktur- und Zinsbild bleibt restriktiv: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken in der Woche bis 19.09. auf 197'000, die fortgesetzten Anträge lagen bei rund 1,72 Millionen. Die Präsidentin der Philadelphia Fed, Anna Paulson, erklärte, weitere Zinserhöhungen könnten angezeigt sein, wenn sich die Lage wie erwartet entwickle. Nach CME FedWatch liegt die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer weiteren Erhöhung im Oktober bei rund 67 bis 69 Prozent, was gegenüber dem Vortagesstand von rund 17,7 eingepreisten Basispunkten (entspricht rund 71 Prozent einer Erhöhung um 25 Basispunkte) etwa unverändert ist. (US-Arbeitsministerium, referiert bei Yahoo Finance; Federal Reserve Bank of Philadelphia (Paulson), referiert bei Yahoo Finance; CME FedWatch, referiert bei Gotrade und Trading Economics)
BELEGTDie zehnjährige japanische Rendite stieg nach 3,055 Prozent am 24.09. am 25.09.2026 auf rund 3,11 Prozent, die dreissigjährige auf rund 4,21 Prozent, jeweils im Gefolge der amerikanischen Renditen. Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte am 24.09., die seit der koordinierten japanisch-amerikanischen Intervention geltenden Grundsätze zur Devisenpolitik blieben in Kraft; ein neuer amtlicher Deviseneingriff ist nicht belegt, die Angaben zum Yen-Kurs weichen zwischen den Quellen stark voneinander ab. (Trading Economics; CNBC; FXStreet)
BELEGTDer Ölpreis stieg am 24.09.2026 deutlich: Brent schloss nach CNBC um 3,4 Prozent höher bei 106,60 Dollar, WTI um 2,7 Prozent bei 94,61 Dollar, nachdem gemischte iranische Signale zu Gesprächen über eine stufenweise Öffnung der Strasse von Hormus die Hoffnung auf eine Einigung gedämpft hatten; ein Reuters-Bericht über solche Gespräche drückte die Preise vom Tageshoch. Der Vorgang gehört zugleich in die Kategorie Naher Osten. (CNBC; The National; Reuters (referiert bei CNBC und Yahoo Finance))
BELEGTIm Privatkreditgeschäft ist gegenüber dem letzten Snapshot kein neuer Fall gemeldet; unverändert gelten die Rücknahmebegrenzungen bei Apollo Debt Solutions (5 Prozent bei beantragten 14,7 Prozent) und beim Blackstone Private Credit Fund (5 Prozent bei beantragten rund 10 Prozent), wobei nicht erfüllte Anträge ins nächste Quartal übergehen. (Bloomberg (22.09. und 03.09.2026); Blackstone Private Credit Fund (Form 8-K an die SEC))
Lagebild
Der Ausverkauf an den Anleihemärkten hat sich am 24.09.2026 fortgesetzt, wenn auch langsamer als am Vortag: Die zehnjährige amerikanische Rendite hielt sich bei rund 5,11 bis 5,14 Prozent nahe dem höchsten Stand seit 2007, die dreissigjährige stieg auf rund 5,43 Prozent mit einem Tageshoch von rund 5,50 Prozent, dem höchsten Stand seit Juni 2004, und laut Trading Economics notierte die zehnjährige im asiatischen Handel am 25.09. knapp unter 5,2 Prozent. Die Siebenjahresauktion über 44 Milliarden Dollar wurde mit 5,085 Prozent zum höchsten Satz seit April 1993 und einem Abstand von 0,7 Basispunkten leicht schwächer als üblich aufgenommen, aber vollständig zugeteilt. Treiber bleiben robuste Konjunkturdaten (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe 197'000), eine weitere restriktive Fed-Stimme und ein Ölpreis, der mit Brent bei rund 106 Dollar wieder über 100 Dollar liegt; der Terminmarkt preist eine Oktober-Erhöhung mit rund zwei Dritteln Wahrscheinlichkeit ein. In Japan stieg die zehnjährige Rendite am 25.09. weiter auf rund 3,11 Prozent; ein Ausfall eines systemrelevanten Instituts, eine gescheiterte Auktion oder eine Herabstufung der Vereinigten Staaten liegen nicht vor.
Gegenindikatoren 3
- Auch die Siebenjahresauktion war nur leicht schwächer als der Durchschnitt und wurde vollständig zugeteilt, mit überdurchschnittlicher Nachfrage direkter Bieter; ein Nachfrageausfall ist nicht belegt (US-Finanzministerium, referiert bei investingLive).
- Die Aktienmärkte schlossen am 24.09. etwa unverändert, und die Vereinigten Staaten und China haben ihren Handelswaffenstillstand laut Yahoo Finance um zwei Monate bis 10.01.2027 verlängert, was ein zusätzliches Wachstumsrisiko vorerst ausräumt.
- Die niedrigen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (197'000) und die starken Einkaufsmanagerindizes zeigen, dass ein Teil des Renditeanstiegs Wachstum und nicht allein Risikoprämien widerspiegelt (US-Arbeitsministerium; S&P Global).
Kippindikatoren 4
Fehlgeschlagene Auktion von US-Staatsanleihen oder Kontrollverlust am langen Ende — teilweise
Ausfall eines systemrelevanten Finanzinstituts — nicht ausgelöst
Downgrade der USA unter AA- durch zwei Agenturen — nicht ausgelöst
Globale Rezession (zwei Quartale negatives Weltwachstum) offiziell festgestellt — nicht ausgelöst